Brandmeldeanlagen

Brandmeldeanlagen nehmen eine zentrale Stellung im anlagentechnischen Brandschutz ein.

Sie können selbst keine Brandentstehung verhindern oder einen Brand löschen.

Ihre Aufgaben bestehen darin:

  • entstehende Brände möglichst früh zu erkennen
  • die Hilfe leistende Stelle (z.B. die Feuerwehr) zu informieren
  • Personen, die sich im Gebäude befinden, zu warnen
  • Brandschutzeinrichtungen anzusteuern
  • der Feuerwehr den Zugang zum Gebäude und die schnelle Ortung des Brandortes zu ermöglichen

Austauschfristen einhalten! Boxenstopp für die Brandmeldetechnik

Damit im Brandfall Menschenleben gerettet und Sachwerte geschützt werden, ist die regelmäßige Inspektion der Anlagentechnik unerlässlich. Wichtig im Rahmen solcher Inspektionen ist es auch, dass der damit betraute Brandschutzexperte überprüft, ob der laut DIN-Normen vorgeschriebene periodische Meldertausch fällig ist. Wenn ja, ist er verpflichtet, den Betreiber darüber zu informieren. Dabei sollte er dem Betreiber die Wichtigkeit des Meldertauschs nachdrücklich vor Augen führen, denn nur wenn die periodischen Austauschzyklen eingehalten werden, können Sicherheitslücken infolge von Alterungsprozessen der elektronischen Bauteile oder Verschmutzung ausgeschlossen werden.

Wie alle elektronischen Geräte unterliegen auch Rauchmelder, Rauchschalter und Rauchwarnmelder einem natürlichen Alterungsprozess der Materialien, aus denen sie gefertigt sind. Äußere Einflüsse können diesen Prozess noch beschleunigen, so dass schließlich die Funktionsfähigkeit des Melders beeinträchtigt ist. Zudem können mit der Zeit Schmutzpartikel oder Staub die Messkammer verschmutzen. Vor allem, wenn der Melder nicht über eine Verschmutzungskompensation verfügt, führt dies dazu, dass die Sensorik der Melder empfindlicher reagiert: Kleinere Abweichungen vom Ist-Zustand als beim fabrikneuen Melder werden bereits als Rauch interpretiert und können in der Folge zu Fehlalarmen führen. Das sind wichtige Faktoren dafür, für Melder eine an diesen Alterungserscheinungen orientierte Austauschfrist festzulegen und gewissenhaft darauf zu achten, dass sie auch eingehalten wird. Aus diesen Gründen ist der Meldertausch mittlerweile normativ geregelt: für BMA (Brandmeldeanlagen) seit 2006 durch die DIN 14675, für FSA (Feststellanlagen) seit 2011 durch die DIN 14677 und für RWM (Rauchwarnmelder) seit 2012 durch eine Fortschreibung der DIN 14676.

Verschmutzungskompensation verlängert die Frist

Die Brandmeldeanlagen betreffend, schreibt die DIN 14675 für Anlagen, die seit Dezember 2006 in Betrieb gesetzt worden sind, grundsätzlich feste Zyklen für den periodischen Austausch der Melder vor. „Diese Regelung ist zu begrüßen, denn zwangsläufig unterliegen Rauchmelder verschiedenen Einflussfaktoren und einer entsprechenden Abnutzung“.

Da die Regelung zum Meldertausch aber auch für ältere Anlagen gedacht ist, wurde in die jüngste Ausgabe der DIN 14675 vom April 2012 die Anmerkung aufgenommen, dass für BMA, die vor Dezember 2006 in Betrieb genommen wurden, die Anwendung des entsprechenden Abschnitts ebenfalls empfohlen wird.“

Laut DIN 14675, Abs. 11.5.3 sind punktförmige Rauchmelder alle acht oder auch bereits alle fünf Jahre auszutauschen.

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